Stimmt es, dass jeder von uns nachts aus Versehen eine Spinne verspeist? Wir klären, ob diese eklige Behauptung stimmt oder nicht.
Spinnen – ein heimlicher Snack?
Schläfst du manchmal mit leicht geöffnetem Mund ein? „Boah, hoffentlich krabbelt jetzt keine Spinne rein!” – denkst du das beim Wegdösen? Dann bist du nicht allein. Die Legende, dass jeder Mensch im Jahr acht Spinnen im Schlaf verschluckt, geistert seit Jahrzehnten durch die Köpfe und durchs Internet.
Dieser schreckliche „Fakt” sorgt für so manche schlaflose Nacht. Was ist wirklich dran an der gruseligen Geschichte? Es wird Zeit, den Mythos einmal genauer zu untersuchen!
Woher kommt diese Spinnen-Schreckgeschichte?
Die Geschichte klingt, als hätte es dazu mal eine wissenschaftliche Studie gegeben. Aber … Acht Spinnen pro Jahr – wer zählt die denn bitte? Wer hat diese Zahl in die Welt gesetzt?
Tatsächlich gibt es keinen klaren Ursprung. Aber dahinter steckt eine Logik. Sie ist so absurd, dass sie fast schon wieder plausibel klingt. Nämlich:
➡ Spinnen halten sich gerne in Häusern auf, besonders in den kühleren Monaten.
➡ Nachts, wenn alles ruhig ist, kommen die Krabbeltiere aus ihren Verstecken.
➡ Die Vorstellung, dass eine Spinne nachts über dein Bett oder gar dein Gesicht läuft, ist durchaus plausibel.
➡ Da könnte es ja auch sein, dass du aus Versehen einen Achtbeiner verschluckst.
Die Geschichte bedient sich also zweier Dinge: Der realen Fakten über das Spinnenverhalten und der realen Angst vor Spinnen. Wenn man eins und eins zusammenzählt, kommt zwei heraus. Logisch, oder?
Isst man jetzt Spinnen im Schlaf oder nicht?
Die kurze Antwort lautet: Nein! Die lange Antwort: Eher nicht.
Hier ist der Grund: Spinnen verhalten sich klug. In den letzten paar Millionen Jahren haben sie gelernt, dass große Tiere gefährlich sind. Ein schlafender Mensch atmet schwer, schnarcht vielleicht oder wühlt sich im Bett hin und her. Für eine Spinne ist das wie ein Warnschild. Darauf steht: „Vorsicht, hier gibt’s nur Tod und Zerstörung.“
Warum sollte sich eine Spinne also freiwillig in die Nähe deines Mundes begeben? Das wäre, als würdest du freiwillig in einen Tümpel voller Krokodile springen.
Selbst wenn eine Spinne mal in deine Nähe kommt, ist die Chance, dass sie genau in dem Moment in deinen Mund krabbelt, in dem du schluckst, so gering, dass du eher von einem Blitz getroffen wirst.

Was kannst du tun, wenn du trotzdem Angst hast?
Okay, angenommen, du bist einer von denen, die jetzt denken: „Aber was, wenn doch?“ Dann gibt es ein paar einfache Tricks, um das (ohnehin schon winzige) Risiko noch weiter zu minimieren.
1️⃣ Mach vor dem Schlafengehen einen kurzen Check. Schau in die Ecken, unter das Bett, hinter den Vorhang. Wenn du dort keine Spinnen siehst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine nachts in deinem Mund landet, noch geringer als ohnehin schon.
2️⃣ Montiere Fliegengitter an deine Fenster. Die halten nicht nur Fliegen fern, sondern auch Spinnen.
3️⃣ Wenn du wirklich paranoid bist, besorg dir ein Moskitonetz. Das sieht vielleicht aus wie ein Relikt aus der Kolonialzeit, aber es gibt dir die Gewissheit, dass selbst die kleinste Spinne nicht in deinen Mund krabbeln kann.
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Die Geschichte mit den acht Spinnen pro Jahr ist ein klassischer Mythos. Einer, der sich so gut und real anhört, dass er gerne weiterverbreitet wird.
Also, schlaf ruhig! Wenn du morgen früh aufwachst und denkst: „Hm, heute Nacht hat’s irgendwie nach Spinne geschmeckt“, dann war es wahrscheinlich nur der Döner von gestern Abend.
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Bilder: Magnific AI, Freepik/Magnific















