Stimmt es, dass man Marder mit den Exkrementen eines Löwen vertreiben kann? Ist das überhaupt legal? Wir gehen der Sache auf den Grund.
Dein Motorraum als Marder-Buffet
Du gehst nachts zu deinem Auto, weil du noch schnell etwas herausholen möchtest. Plötzlich siehst du ihn: einen Marder. Das Tierchen schießt unter deinem Auto hervor und verschwindet blitzschnell im Dunkeln.
„Hat der gerade etwa meine Kabel angeknabbert? Oder hat das Viech sogar einen wichtigen Schlauch durchgebissen?“, fragst du dich. Unsicherheit macht sich in dir breit. Und Hass. Hass auf alle Marder dieser Welt, die Autos als ihr Buffet betrachten und durch ihre Mahlzeiten die Fahrsicherheit gefährden.
Du willst nun etwas unternehmen! Am besten präventiv, damit sich nie wieder ein Marder in die Nähe deines Fahrzeugs wagt. Kürzlich hast du im Internet gelesen, dass angeblich Löwen-Scheiße helfen soll…
Warum ausgerechnet Löwen-Kot?
Die Story klingt wie ein schlechter Witz. Doch dahinter steckt Wissenschaft. Forscher aus Ulm, Jena, Florida und Santa Barbara haben’s rausgefunden: Löwen-Kot enthält Phenol und Indol. Zwei chemische Stoffe, die bei Mardern den Fluchtreflex auslösen.
Selbst wenn das Tierchen noch nie einen Löwen gesehen hat, schreit sein Gehirn „Gefahr! Raubtier in der Nähe!“. Dann sucht der Marder das Weite. Dein Auto bleibt verschont.
Somit: Ja, die Internet-Legende stimmt! Löwen-Exkremente helfen gegen Marder.

Jetzt wirklich?
Ja! Nichts vertreibt Marder so zuverlässig wie der Geruch eines Löwen. Genau der muss es sein. Hauskatzen-Kot geht gar nicht, selbst die Ausscheidungen von Geparden wirken nicht so gut. Nur der echte Löwen-Dung bringt’s.
Dann ist das jetzt die ultimative Waffe gegen die nächtlichen Auto-Knabberer? Kann sie die über 250.000 Marderschäden pro Jahr – allein in Deutschland – verhindern? In der Theorie schon. In der Praxis allerdings nicht.
Den Marder-Schreck kannst du nicht kaufen
Die Wirkung ist da. Und damit auch ein wunderbares Business-Modell. Der Zirkus Krone, manche Tierschutzvereine und andere Geschäftstüchtigen haben deshalb Löwen-Kot verkauft. Doch das tun sie nicht mehr.
Warum? Weil es der deutsche Gesetzgeber verboten hat! Das sind die Gründe:
1️⃣ Tierschutz
Der Geruch von Löwen-Dung setzt Marder und andere Wildtiere unter Dauerstress. Das ist verboten.
2️⃣ Krankheitserreger
Löwen-Ausscheidungen können Parasiten und Keime enthalten, die für Mensch und Tier gefährlich sind. Keiner will aber eine Bazillenschleuder in und um Autos haben.
3️⃣ Bürokratie
Selbst wenn Wissenschaftler den Kot synthetisch herstellen – ohne Zulassung nach EU-Biozidrecht geht hier gar nichts. Diese Zulassung gibt’s für Marder-Abwehrmittel aber in Deutschland nicht.
Die Alternativen? Ein Lotteriespiel
Fuchs-Urin soll auch gegen Marder helfen. Er wird in der Jagd als Lockstoff genutzt. Aber Achtung: Bei zu geringer Dosierung denkt der Marder „Ah, lecker, Fuchs-Pipi!”. Dann kommt er angerannt. Bei zu hoher Dosierung rennt er weg. Die Kunst ist es, den Sweet Spot zu treffen.
Du kannst es auch mit Geräuschen, Licht oder Elektroschocks versuchen. Doch selbst die besten Tricks helfen oft nur kurz – oder gar nicht. Die meisten Marder gewöhnen sich schnell daran. Und dann steht dein Auto-Innenleben wieder auf ihrem Speiseplan.
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Löwen-Scheiße ist das beste Marder-Abwehrmittel, das es gibt. Punkt. Dass es verboten ist, ist irgendwie typisch deutsch. Deshalb musst du experimentieren und deine ganz persönliche Abwehrstrategie entwickeln. Viel Glück dabei!
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Bilder: Magnific AI















