Ein neuer Golf könnte ein Hoffnungsschimmer für den angeschlagenen VW-Konzern sein. Stattdessen wird er ein Sinnbild dafür, wie man es nicht macht.
Wann kommt der neue Golf?
Er war einmal das Auto, das den Konzern retten sollte: der elektrische VW Golf. Der Hoffnungsträger für die Wende und der Beweis, dass Volkswagen die Kurve kriegt. Doch jetzt steht fest: Der ID Golf – so der Markenname – kommt nicht 2026. Auch nicht 2027 oder 2028. Nicht mal 2029. Sondern irgendwann in den 2030er Jahren.
Ja, richtig gelesen: Irgendwann nach 2030! Also 2031, 2033, 2035 – wer weiß?
Und das ist noch optimistisch gerechnet, so munkelt die Fachpresse. Denn die neue SSP-Plattform – die Scalable System Platform -, verspätet sich. Sie soll aber die Basis für mehrere Autos aus dem VW-Konzern sein. Zum Beispiel für den Audi A4 e-tron und eben den neuen E-Golf.

Was ist da los?
Die Entwicklung von SSP entpuppte sich als weiteres Großprojekt, das Volkswagen nicht in den Griff bekommt. Ursprünglich für 2026 geplant, wird sie jetzt frühestens 2029 kommen. Selbst dann nur, wenn die Sterne günstig stehen. Und wenn die Software-Entwickler von der VW-Tochter Cariad nicht wieder in einem Meeting feststecken, das länger dauert als die komplette Entwicklung eines chinesischen E-Auto-Modells.
Es wird schon gemunkelt, SSP wird nie fertig – sondern ein Totalschaden wie andere Projekte auch. Man denke zum Beispiel an die große Digitalisierungs- und Software-Revolution, die Cariad umsetzen sollte. Die Ergebnisse waren massive Verzögerungen, exorbitante Geldverbrennung, große Entlassungen und der extrem teure Einstieg bei Rivian.

Warum ist SSP so wichtig?
Die Scalable Systems Platform sollte die ultimative Rettung sein. Die eine Super-Architektur, die alle Marken des Konzerns unter einen Hut bringt. Mit 800-Volt-Technik. Ultraschnellen Ladezeiten. Kosten, die endlich mit den Chinesen mithalten können.
Klingt alles fantastisch, oder? Wäre da nicht das kleine Problem, dass die SSP-Plattform einfach nicht fertig wird. Stattdessen wird weiter an der alten, etwas angestaubten MEB-Plattform rumgedoktert, während die Konkurrenz aus Fernost schon die nächste und übernächste Generation an leistungsstarken und günstigen Elektroautos in petto hat.

Und dann?
Sollte SSP fertig werden, muss der VW Golf, ID Golf oder wie auch immer der Kompakte heißen wird, hinten anstehen. Denn Volkswagen hat eine klare Strategie: Erst die teuren Autos, dann die, die sich die Leute auch leisten können. Das heißt, Audi und Porsche dürfen die SSP-Plattform als Erste nutzen.
Der Verbrenner-Golf muss jetzt also noch ein paar Jahre länger durchhalten. Somit dürft klar sein, was kommt: ein Facelift hier, ein Update da. Evolution in Tippelschritten statt der großen Revolution. Und iiirgendwann in den 2030er könnte dann der echte E-Golf folgen.
Aber bis dahin kann der Volkswagen-Konzern noch etwas Zeit schinden. Es gibt ja nun einen aufgehübschten ID3, einen elektrischen Polo (auch als überteuerte GTI-Variante) und den hochgelobten Cupra Raval. Autos, mit denen der europäische Konzern noch ganz gut mit der chinesischen Konkurrenz mithalten kann.

4M – Das Männermagazin meint dazu …?
VW hat ein Problem. Und das ist nicht nur die SSP-Plattform, die Software oder die Konkurrenz. Das Problem ist, dass die Top-Manager wohl denken, die Welt warte auf ihre Fahrzeuge. Die Kunden wollen aber keine Versprechungen, sie wollen Autos. Bezahlbare, moderne, zuverlässige Autos.
Der Golf war immer die Karre für den normalen Mann. Jetzt ist er das Symbol für alles, was bei VW schiefgeht. Wenn der ID Golf dann endlich kommt, ist die Frage: Will ihn dann noch jemand haben? Oder ist der Zug dann längst abgefahren? Was denkst du? Hinterlasse deine Meinung hier gerne als Kommentar!
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Bilder: Magnific AI
















was bei VW abgeht ist seit vielen Jahren nur noch mega peinlich. ein Koloss, der alles verpennt und verbockt.
wie man aktuell sieht, bewahrheitet sich der alte Spruch: Wer nicht mit der Zeit geht, geht eben mit der Zeit.