Die Sonne bläht sich auf und verschluckt die Erde – hieß es lange Zeit. Doch Forscher haben nachgerechnet und sind zu neuen Ergebnissen gekommen.
„Uns fällt der Himmel auf den Kopf!“
Apokalypse-Propheten haben es nicht leicht. Seit Jahrtausenden rennen sie herum und schreien, dass die Welt untergeht. Und immer, wirklich immer, liegen sie daneben. Selbst im kleinen gallischen Dorf bei Asterix und Obelix hat man ständig Angst, dass der Himmel runterkommt. Teilweise haben sie Recht.
Denn unsere Sonne wird sich zu einem Roten Riesen aufblähen. Dann könnte sie alle inneren Planeten verschlucken – auch die Erde. So dachte man bislang. Jetzt kommen Astronomen der Katholischen Universität Leuven um Mats Esseldeurs und behaupten: Es wird anderes kommen. Doch das macht die Situation nur bedingt besser.
Zwei Kräfte, die um deine alte Erde kämpfen
Um was geht es genau? Beim Aufblähen der Sonne wirken zwei Kräfte gegeneinander. Die eine ist die Gezeitenwechselwirkung. Sie zieht die Planeten näher an die aufgeblähte Sonne heran, weil die Gravitation der Planeten das Sonneninnere verformt und den Bahndrehimpuls schrumpfen lässt. Kurz gesagt: Die Erde driftet Richtung Feuer.
Die andere Kraft ist netter. Die Sonne schleudert in ihrer Ausdehnungsphase einen Großteil ihrer Masse ins All. Weniger Masse heißt weniger Gravitation, und die Planeten rutschen weiter nach außen. Je nachdem, welche Kraft gewinnt, wirst du, genauer gesagt deine Erde, geschluckt oder nicht.

Warum jetzt alle ihre alte Rechnung umwerfen
Bisher war die Lehrmeinung: Die Gezeitenkraft ist stärker, die Erde ist verloren. Das Team aus Leuven rechnet jetzt anders. Demnach nimmt die Gezeitenenergie im Inneren von großen Sternen ineffizienter ab als bislang angenommen. Die Zugkraft ist also schwächer, die Fluchtkraft gewinnt, die Erde entfernt sich weit genug.
Klingt nach Haarspalterei? Ist es auch. Aber genau diese Haarspalterei entscheidet, ob die Erde in fünf Milliarden Jahren glüht oder nur brutzelt.
Der Haken: Gewonnen und trotzdem alles verloren
Jetzt kommt der Teil, bei dem du mit der Wimper zucken wirst. Selbst wenn die Erde der Sonne entkommt, ist das für alles, was auf ihr lebt, völlig egal. Denn schon in einer Milliarde Jahren, also lange vor dem großen Finale, wird die Sonne deutlich heller und heißer. Die Ozeane verdampfen, die Atmosphäre wird davongeblasen. Was übrig bleibt, ist ein heißer, toter Gesteinsplanet.
Das ist ungefähr so, als würde dir jemand die Garage freiräumen, wenn das Haus längst abgebrannt ist. Danke, aber zu spät.
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Es wird eine Apokalypse geben. Nur nicht heute oder morgen, sondern in rund einer Milliarde Jahren. Wir haben also noch etwas Zeit, uns das passende Prepper-Set zu kaufen.
Was so eine Meldung mit deinem Alltag zu tun hat? Ehrlich gesagt: Nichts! Doch solche Nachrichten sind das perfekte Gesprächsthema am Bierkasten, wenn das Wetter durch ist und über Fußball auch schon alles gesagt wurde.
Dennoch fanden wir den Einblick in die Wissenschaft spannend. Er zeigt, dass alles endlich ist. Sogar unsere Sonne. Also: Lebe im Hier und Jetzt!
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Bilder: Magnific AI















