Von der kantigen Ikone zur fotorealistischen Actionheldin: So unterschiedlich sah Lara Croft in den letzten Jahrzehnten aus.
Lara Croft und ihr wechselndes Aussehen
Türkisfarbenes Top. Braune Shorts. Zwei Pistolen. Ein geflochtener Zopf. So kennt man Lara Croft seit 30 Jahren. Eigentlich.
Denn wenn wir ehrlich sind: Lara sah fast nie gleich aus. In nahezu jedem Game veränderte sie nicht nur ihren Look. Oft wurde auch an ihrem Körperbau, ihrem Gesicht und an anderen Details gefeilt.
Die Lara aus dem ersten Tomb Raider war noch extrem kantig. Klar, die Technik von 1996 war sehr limitiert. Doch auch als die Grafikleistung von Konsolen und PCs besser wurde, haben die Spieleentwickler an der Grabräuberin herumgedoktert. Mal veränderte sich ihre Frisur, mal ihre Oberweite, mal ihr Gesicht, mal alles.
Das wird ganz deutlich, wenn du dir dieses KI-generierte Fanvideo anschaust:
Ein Megahype trotz einiger Kanten
Die erste Lara Croft war ein Produkt ihrer Zeit. Sie bestand aus nur wenigen Polygonen, wodurch sie viele sichtbare Ecken hatte. Zudem hatte sie starre Gesichtszüge. Und Hände, bei denen man besser nicht zu genau nach einzelnen Fingern fragte.
Das hat damals niemanden gestört. Denn entscheidend war nicht, wie realistisch Lara aussah. Entscheidend war ihre Agilität! Sie sprang durch uralte Ruinen, erschoss Wölfe und Dinosaurier. Sie balancierte, sie hangelte, sie sprang und löste nebenbei Rätsel.
Lara war keine Anfängerin. Sie war bereits die fertige Heldin. Genau das machte sie cool.

Dann bekam Lara plötzlich ein Gesicht
Mit besseren Prozessoren wurden auch Laras Rundungen wahrlich runder. Ende der 90er und Anfang der 2000er wurden die Spielmodelle detaillierter, Animationen geschmeidiger und Gesichtszüge erkennbarer.
Die Tomb-Raider-Teile „Legend”, „Anniversary” und „Underworld” machten aus der Kunstfigur eine deutlich glaubwürdigere Actionheldin. Lara blieb elegant, souverän und gelegentlich herrlich arrogant. Aber sie wirkte menschlicher als je zuvor.
Dazu kam, dass Lara öfters ihr Outfit wechselte. Na, welches ist dein Favorit?
Plötzlich wollen alle wieder die alte Lara
Über die Jahre erschienen zig Spiele und auch Filme mit dem Tomb-Raider-Franchise. Damit wurde Lara auch „hyperrealistisch”. Sie schwitzte, sie blutete, sie bekam zunehmend auf die Fresse, ihr Klamottenstil wurde dunkler. Ja, sie verwandelte sich mehr und mehr vom Game-Charakter zu einem echten Menschen. Eine gute Entwicklung? Nein!
Je realistischer Lara wurde, desto größer wurde bei manchen Fans die Sehnsucht nach der alten Coolness. Nach dem trockenen Auftreten. Nach einer Lara, die sofort handelt und nicht erst minutenlang über ihre Gefühle spricht. Eine Lara, die mit großer Oberweite durch fantastische Szenarien läuft, rennt, springt und ballert. Alles mit der Leichtigkeit einer Ballettänzerin.

Die neue Lara versucht offenbar beides
Back to the Roots. Das wünschen sich Fans. Genau das scheinen sie mit Tomb Raider – Legacy of Atlantis zu bekommen. Das Spiel versetzt dich in Laras erstes Abenteuer, aber modern interpretiert. Die Entwickler bauen das Original mit der Unreal Engine 5, größeren Umgebungen und frischem Gameplay neu auf.
Dabei setzen sie auf das Flair und den Look von damals. Die neue, alte Lara Croft sieht realistisch aus, ohne aber ihre klassischen Erkennungsmerkmale wegzuwerfen. Und die moderne Version bekommt wieder deutlich mehr von jener selbstbewussten Abenteurerin, mit der Tomb Raider groß geworden ist.
Ob das Vorhaben gelingt? Das erfahren wir im Februar 2027, wenn das Reboot für PC und Konsolen erscheint. Die ersten Einblicke in Legacy of Atlantis sehen verheißungsvoll aus!

4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Welche Lara Croft ist die beste? Die beste dürfte für viele Männer ungefähr die sein, mit der sie selbst Tomb Raider kennengelernt haben. PS1-Zocker wollen die kantige Kampfmaschine. Andere schwören auf die Survivor-Lara.
Wie auch immer: Die Ikone lebt noch, trotz der vielen Jahre, der vielen Hochs und Tiefs. Und das ist auch gut so!
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Bilder: Eidos/Square Enix, Magnific AI















