Dein Nickname ist mehr als ein Kürzel! In einer Singlebörse kann er zwischen Dating-Erfolg und „Warum will mich keiner?”-Flop entscheiden.
Dein Profil beginnt schon vor dem Profil
Ein paar schicke Foto ausgesucht. Die Beschreibung halbwegs ordentlich von Hand geschrieben (nicht mit ChatGPT, das mögen die Ladys nicht). Ein paar Interessen eingetragen. Jetzt fehlt nur noch der Benutzername.
Hmmm … was nehmen? Ach, die spontansten Ideen sind die besten! Also schnell „Thomas1978“ eingetippt. Fertig. Nun geht’s los mit dem lockeren Onlinedating.
Nö! Es kann sein, dass du gerade einen kleinen, aber weitreichenden Fehler gemacht hast. Welchen? Du hast dir einen zu banalen und uninteressanten Nickname ausgesucht!
Warum der Nickname beim Onlinedating so wichtig ist
Menschen basteln sich aus erstaunlich wenig Informationen erstaunlich schnell ein Urteil zusammen. Profilbild, Alter, Wohnort, Profilname – fertig ist der erste Eindruck. Das alles geschieht meist unterbewusst und in wenigen Sekunden.
Diverse Untersuchungen haben gezeigt, dass verschiedene Arten von Pseudonymen unterschiedlich attraktiv wirken können. Besonders schlecht schneiden demnach völlig neutrale Namen ab, die kaum etwas über die Person verraten.
Das heißt, „Peter001“ funktioniert technisch einwandfrei. Romantisch betrachtet ist das Pseudonym ungefähr so aufregend wie die Modellnummer einer Waschmaschine. Ist dann „MillionaerMitHerz“ besser? Nein, denn das klingt sofort nach Prahlerei.

Diese Nicknames solltest du dir eher sparen
Du siehst: Das richtige Pseudonym beim Onlinedating zu finden, ist gar nicht so einfach. Du solltest wirklich etwas Hirnschmalz investieren. Besonders, da es ein paar No-Gos gibt:
🛑 Kombinationen aus Vorname und Geburtsjahr oder einer Zahl wie „Peter0815“ wirken langweilig und austauschbar. Und wilde Wort- und Zahlenkolonnen wie „abc123456“ sehen schnell nach automatisch erstelltem Account aus.
🛑 Materielle Angeberei wie „RolexFan“ oder „PorscheMann“ können bei vielen Frauen unsympathisch wirken. Aber: Es gibt „Elite-Mädels“, die explizit auf so etwas stehen!
🛑 „GeilerStecher“ oder „LongDong35“ und ähnliche sexuelle Anspielungen reduzieren deine Persönlichkeit auf ein Niveau, das die meisten Damen beim seriösen Onlinedating nicht suchen.
🛑 „SchonWiederSingle“, „AlleFrauenSindGleich“ oder „LetzteChance2026“ mögen deinen aktuellen Gemütszustand präzise beschreiben. Positive Flirtlaune verbreiten sie eher nicht.
🛑 Humor kann ein Türöffner sein. Doch auch ein Minenfeld. Mit einem Nickname wie „HeldVomErdbeerfeld“ oder „Waschbaerbauch“ kannst du schnell wie ein Klassenclown abgestempelt werden.
Wie macht man(n) es besser?
Merke dir: Ein gutes Pseudonym verrät etwas über dich. Aber nicht zu viel. Du musst also weder deine Lebensgeschichte, noch all deine Interessen in wenige Buchstaben packen! Fokussiere dich stattdessen auf Dinge, die einen wichtigen Aspekt von dir beschreiben.
Nimm etwas, das tatsächlich zu dir gehört: ein Hobby, eine Eigenschaft, deine Herkunft oder eine typische Marotte. Du fährst gerne Mountainbike? Du kochst leidenschaftlich? Du bist ständig am Meer oder in den Bergen? Perfekt. Genau daraus lässt sich etwas bauen.
Wichtig ist nur: Nicht zu plump werden! Aus einem Hobby muss nicht „MountainbikeMan“ und aus deiner Kochleidenschaft nicht „Chefkoch79“ werden. Gehe lieber spielerisch mit den Worten um.

Beispiele für interessante Nicknames
Ein guter Profilname bei Tinder und Co. macht neugierig, ist leicht zu merken und liefert im besten Fall sogar gleich einen Gesprächseinstieg. Und vor allem: Er sollte nach dir klingen. Nicht nach einer Werbeagentur, nicht nach deinem zwölfjährigen Ich und auch nicht nach einem Profil, das du in fünf Minuten zwischen Abendessen und Sportschau zusammengeklickt hast.
Hier ein paar Beispiele für Singlebörsen-Pseudonymen, die nicht gleich mit der Brechstange erklären, wer dahinter steckt. Sie sind kreativ, aber trotzdem auf ihre Art und Weise direkt.
✅ „BergUndBohne“ für jemanden, der gern wandert und Kaffee liebt.
✅ „PfanneStattPizza“ für einen Mann, der wirklich gern kocht
✅ „WaldStattWLAN“ für Outdoor-Begeisterte mit Humor
✅ „HundLeineLos“ für leidenschaftliche Hundebesitzer
✅ „KanuStattCouch“ für Abenteurer und Wassersport-Fans
✅ „ZweiMeterRuhe“ für gelassene, groß gewachsene Burschen
✅ „Lockenmaehne“ für Männer mit prächtigem Haarwuchs
✅ „RundStattEcken“ für mollige, sympathische Typen
Mach den einfachen Test
Bevor du den Namen speicherst, stell dir eine simple Frage: Würdest du dich wohlfühlen, wenn eine interessante Frau dich mit diesem Nickname anspricht? Wäre es in Ordnung für dich, wenn dich eine Kollegin oder dein Chef unter diesem Pseudonym auf der Onlinedating-Plattform findet?
Nein? Dann such weiter!
Wie gesagt: Das Pseudonym muss weder genial noch besonders lustig sein. Es reicht völlig, wenn es sympathisch, unverwechselbar und glaubwürdig wirkt. „NordlichtMitKaffee“ kann mehr Persönlichkeit ausstrahlen als „SuperTyp2026“. Denn beim Onlinedating gilt wie im echten Leben: Ein bisschen Zurückhaltung kommt meistens besser an als großes Getöse.
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Der Nickname in einer Singlebörse wirkt auf den ersten Blick wie eine lästige Formalität aus den frühen Tagen des Internets. Tatsächlich kann die kurze Bezeichnung aber schon darüber entscheiden, welches Bild sich eine Frau von dir macht, bevor auch nur eine Zeile deines Profils gelesen wurde.
Und ja, auch beim Pseudonym im Onlinedating gilt ebenso, was sonst überall gilt: Ein bisschen Persönlichkeit schlägt Langeweile. Investiere deshalb lieber ein paar Minuten ins Brainstorming, bevor dich die Frauenwelt wegen ein paar Buchstaben verschmäht.
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Bilder: Magnific AI















