Citroën greift die chinesischen Billigkarren an. Womit? Mit einem Revival der 2CV aka Ente. Voll elektrisch und super günstig.
Ein Kultauto parkt wieder vor der Tür
Woran denkt jeder, wenn er den Namen „Citroën“ hört? Na klar – an die Ente beziehungsweise an den 2CV. Das Auto, das aussah, als hätte es den Krieg gerade so überlebt und trotzdem beschlossen, einfach weiterzumachen.
Genau diese Kultkarre kommt zurück. Nicht als überteuertes Retro-Spielzeug für Midlife-Crisis-geplagte Männer! Sondern als billiges Stadtauto mit Strom im Bauch. Auf dem Pariser Autosalon hat Citroën jetzt die 2CV Concept präsentiert. Das Ding gibt einen ziemlich klaren Ausblick auf das Serienmodell, das 2028 kommen soll.

Was Citroën offiziell gezeigt hat
Die Fakten: Die neue 2CV-Fassung wird ein reines Elektroauto, ist nur 3,76 Meter lang – also sogar kürzer als das historische Original – und soll rund eine Tonne wiegen. Das ist die Hälfte eines typischen SUVs!
Das Federgewicht sorgt dafür, dass die Batterie klein und der Preis niedrig bleiben. Apropos Preis: Citroën peilt einen VK von rund 15.000 Euro an. Für ein neues Auto! Mit Elektroantrieb! Was für eine krasse Ansage in Zeiten, in denen Fahrzeuge jeder Art immer teurer werden. Zumindest wenn sie von einem europäischen Hersteller kommen.
Ach ja … Produziert werden soll die Ente übrigens in Europa. Nicht in China, so wie es viele Mitbewerber machen. Thumbs up!

Citroën spricht Retro-Fans an
Die neue Ente soll das sein, was sie immer war: Ein zweckmäßiges Pendlerfahrzeug. Citroën setzt für das Revival auf extreme Einfachheit und grundlegende Mobilität für die Stadt. Karosserieteile und Stoßfänger wurden so gebaut, dass sie sich leicht reparieren lassen.
Das Original kam 1948 auf den Markt und war eigentlich für die Landwirtschaft gedacht. Damals gab’s eine kurios klingende Vorgabe: Das Fahrwerk musste so weich gefedert sein, dass ein Korb voller Eier eine Fahrt über Feldwege unbeschadet übersteht. Kein Scherz.
Das Beste: Diese kuriose Vorgabe lebt im 2CV Concept tatsächlich weiter. Die Türablassen sind nämlich so geformt, dass man Eier darin transportieren kann!

Viele nette Spielereien
Weitere Gags, die das Herz eines Enten-Fans höher schlagen lassen: Die Hupe klingt wie im Original, der E-Motor imitiert das typische Enten-Geräusch, und auf den Pedalen sitzen eine Schildkröte (Bremse) und ein Hase (Gas).
Innen gibt’s einen ausziehbaren Beifahrersitz als Liegefläche, ein Stoff-Faltdach und ein herausnehmbares Radio namens „Radioën“. Das kann auch außerhalb des Autos als Lautsprecher dienen. Wie gesagt: Diese Spielerein zeigt die Studie der neuen Ente. Ob all das den Weg in die Serie schafft? Wir werden es bald sehen.
Apropos sehen – hier ein erster Video-Blick auf das 2CV-Revival:
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Die Ente war nie ein Statussymbol. Sie war ein Auto für Menschen, die einfach von A nach B kommen wollten, ohne sich zu ruinieren. Genau das braucht der Markt gerade wieder. Besonders im Bereich der Elektroautos.
Wenn Citroën den Preis hält und mit einem kultigen Design punkten kann, hat das Ding echte Chancen. Wenn nicht, war’s ein schöner Traum mit Retro-Felgen.
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Bilder: Citroën















