Unser Test von Wizordum zeigt, dass manche alten Spielkonzepte nie aussterben und noch immer Spaß machen. Wenn du mit den Macken leben kannst.
Kennst du schon das Zauberer-DOOM”
Hast du schon einmal was von Wizordum gehört? Das ist ein sogenannter Boomer-Shooter. Also ein Ballergame, das so wirkt, als käme es direkt aus den 1990ern. Pixelige Grafik, eckige Levels, keine Zwischensequenzen, kein großes Gelaber. Einfach nur vorrennen, Schalter finden und viele Gegner umnieten. Das war’s im Grunde.
Ja, Wizordum klingt nicht nur nach DOOM und Zauberer, es bietet auch genau das. Nur mit etwas frischerer Optik, mehr Farben und ein paar neue, nette Ideen. Aber im Grunde erlebst du das, was man(n) schon aus den Urzeiten kennt, als die Ego-Shooter geboren wurden.
Ist das schlecht? Nein. Ist Wizordum originell? Ein bisschen. Ist es ein Kauftipp? Durchaus.

Was ist das Besondere an Wizordum?
Dieser Ego-Shooter tritt zuerst so auf, als sei er gar kein Ballerfest. Du beginnst in einer Burgruine. Die Vögel zwitschern. Du siehst eine grüne Wiese, grüne Bäume und grüne Büsche. Langsam gehst du los und erkundest die Gegend.
Manche Büsche haben Beeren, die du essen kannst, um deine Gesundheit aufzufrischen. Es gibt Fässer, die du zerschlagen kannst, um Items zu ergattern. Es gibt eine Leiche, die du untersuchst, um weitere Items zu erhalten. Das alles erinnert mehr an ein Rollenspiel als an eine Ballerorgie.
Du gehst weiter voran, öffnest Türen und Tore, findest geheime Abschnitte. Zwischendurch blickst du immer wieder wild um dich, da man bei Wizordum schnell die Orientierung verliert. Kein Problem, es gibt ja eine Karte, die die Levels automatisch mitzeichnet und dir grob vorgibt, wohin du musst.

Back to the Roots!
Selbstverständlich gibt es auch Waffen. Und Gegner. Und dementsprechend heiße Gefechte mit Gnomen und Orks, später kommen noch Skelette, Fledermäuse, Schleimwesen, Tentakel, Dämonen und andere Gegner dazu.
Auch Zwischenbosse hat Wizordum zu bieten. Damit du die besser bezwingen kannst, findest du sukzessive neue Waffen und Spezialattacken. Zudem kannst du zwischen den Levels Upgrades und neue Fähigkeiten kaufen.
Du siehst: Wizard-DOOM … äh … Wizordum präsentiert sich wie eine Mischung aus Fantasy-Shooter RPG-Light. Damit erinnert es stark an Heretic und Hexen – und wird seinem Namen voll gerecht. Dich erwartet somit ein waschechter Trip in die Vergangenheit, als Shooter-Entwickler noch mit neuen Ideen experimentierten und nicht das 250. Call of Duty programmierten. Klasse!





Was uns ans Wizordum nicht gefällt
Es ist im Grunde ein typischer DOOM-Klon. Du rennst durch die verwinkelten Levels, suchst Schalter, Schlüssel und spezielle Items. Diese sind meistens sehr gut versteckt, manchmal ziemlich fies sogar. Danach musst du durch die halbe Welt schlappen, um einen neuen Abschnitt freizuschalten. Dabei legst du teilweise unnötig lange Distanzen zurück. Ohne gutes Gedächtnis verirrst du dich immer wieder.
Zum Glück gibt es die Automap, die wichtige Punkte zeigt. Doch dummerweise bestehen die Levels teilweise aus mehreren Ebenen. Da kriegt man gerne mal einen Knoten ins Hirn. Das ist typisch DOOM. Und auch beim kürzlich getesteten Quake – Dawn of the Machine bemängeln wir dieses Manko.
Was soll das? Warum werfen uns Entwickler heute noch solche unnötigen Brocken hin? Muss es wirklich so retro sein?

Fazit
Nicht falsch verstehen: Wizordum ist kein schlechtes Spiel! Als Indie-Produktion, die du mittlerweile zum kleinen Preis für PC und Konsolen kaufen kannst, weiß es zu begeistern. Starte es, spiel es eine halbe Stunde oder Stunde, dann geht dein Tag weiter. Perfekt.
Der Shooter holt die vergangenen Zeiten schick auf den Bildschirm zurück. Es lässt dich nochmals 16 sein. Ohne großen Schnickschnack. Was will man(n) mehr?
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Bilder: Infogrames















