Sind Hacker in deinem Smartphone drin oder drin gewesen? Mit ein paar Nummern findest du das schnell heraus.
Dein Phone macht plötzlich seltsame Sachen
Gestern hielt der Akku locker bis abends. Heute liegt dein Smartphone schon nach dem Mittagessen röchelnd bei 13 Prozent. Dazu wird das Ding warm, obwohl du nur kurz Nachrichten gelesen hast. Und der Datenverbrauch sieht aus, als hättest du heimlich sämtliche Staffeln deiner Lieblingsserie in 4K gestreamt.
Diese Symptome können harmlos sein. Sie können aber auch Zeichen sein, genauer hinzuschauen. Vielleicht sind Cybergangster in dein Handy eingedrungen, weil deine Cybersecurity-Maßnahmen zu lasch waren (falls überhaupt vorhanden)?
Wie findest du das heraus? Dafür brauchst du weder Hacker-Kapuze noch drei Monitore mit grünen Zahlenkolonnen. Die normale Telefon-App und ein paar USSD-Codes reichen aus.
Äh … Was sind USSD-Codes?
USSD-Codes sind kurze Steuerbefehle für dein Mobiltelefon. USSD steht für „Unstructured Supplementary Service Data“. Klingt ungefähr so gemütlich wie eine Bedienungsanleitung für einen Sicherungskasten, ist aber simpel.
Du gibst hierbei die Zeichenfolge direkt in der Telefon-App ein. Ja, genau dort, wo du sonst eine Telefonnummer eintippst. Drücke dann auf Anrufen. Damit kannst du bestimmte Netzfunktionen abfragen oder ändern – etwa Rufumleitungen, Sperren oder Geräteinformationen.
🔻 Wichtig: Diese Codes sind kein Hackerscanner! Sie zeigen vor allem, was rund um Anrufe und Weiterleitungen eingestellt ist. Gute Spionagesoftware oder sogenannte Stalkerware bleibt dabei aber wahrscheinlich unsichtbar.
Mit diesen Codes prüfst du dein Handy
👉 Mit *#21# kannst du prüfen, ob Weiterleitungen eingerichtet sind. Dazu können etwa Anrufe oder SMS gehören. Taucht dabei etwas auf, das dir völlig unbekannt vorkommt, solltest du genauer hinschauen. Mit ##21# lassen sich entsprechende Weiterleitungen deaktivieren.
👉 *#67# prüft Weiterleitungen, die greifen, wenn du nicht erreichbar bist. Dabei kann allerdings auch deine ganz normale Mailbox auftauchen. Also nicht sofort Schnappatmung bekommen! Mit ##67# schaltest du solche Weiterleitungen ab.
👉 Weitere nützliche Codes sind *#004# für Informationen zu bestimmten Weiterleitungen und ##004# zum Abschalten. *#33# führt zu Einstellungen rund um Anrufsperren.
👉 Je nach Gerät gibt es außerdem spezielle Diagnosecodes. Für iPhones lautet die Nummer 3001#12345# für Netz- und Verbindungsinformationen, für Android ##4636## und für bestimmte Samsung-Geräte *#197328640#.

Verdächtige Dinge gefunden – was jetzt?
Zeigt einer der Codes eine Weiterleitung, die du nicht kennst, kannst du sie zunächst mit dem passenden Deaktivierungscode abschalten. Danach solltest du wichtige Passwörter ändern, vor allem für dein E-Mail-Konto und andere zentrale Zugänge.
Die Codes sind nur ein Teil der Prüfung. Genauso wichtig ist, wie sich dein Smartphone verhält. Wird der Akku ohne erkennbaren Grund plötzlich deutlich schneller leer, wird das Gerät ungewöhnlich heiß, steigt der Datenverbrauch massiv oder tauchen unbekannte Apps auf? Dann solltest du genauer hinsehen.
Ein einzelnes Symptom beweist noch nichts. Ein alter Akku bleibt ein alter Akku, und eine schlecht programmierte App kann Strom fressen wie ein V8 an der Tankstelle. Wenn aber mehrere Auffälligkeiten gleichzeitig auftreten, lohnt sich eine gründlichere Kontrolle.
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Na, kanntest du vor dem Lesen des Artikels die USSD-Codes? Wahrscheinlich nicht. Sie sind praktisch, daher solltest du sie dir merken oder irgendwo notieren. Oder speichere sie als Kontakte in deinem Telefonbuch.
Auch ohne verdächtige Sinale kann es nämlich nicht schaden, hin und wieder ein paar Checks zu machen. Denn geben wir es zu: Jedes Smartphone ist heilig. Damit machen wir die privatesten Dinge. Da drin haben Hacker nichts zu suchen!
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Bilder: Magnific















