Die Tage werden kälter und kälter. Also möchtest du dein Fahrrad in den Winterschlaf schicken. Das musst du dabei beachten.
Dein Rad schläft ein – aber nicht einfach so
Da steht es. Dein treuer Drahtesel. Den ganzen Sommer über hast du mit ihm Schweiß getrieben, Steigungen bezwungen und Abenteuer erlebt. Und jetzt? Jetzt soll es einfach in die Ecke gestellt werden? Nö. Wenn du im Frühling nicht vor einem rostigen, quietschenden Haufen Metall stehen willst, musst du es richtig einmotten. Und das geht einfacher, als du denkst.
Schritt 1: Dreck hat hier nichts verloren
Klar, nach der letzten Tour sieht dein Rad aus wie ein Schwein nach der Schlammkur. Aber so kann es nicht in den Winterschlaf. Nimm den Gartenschlauch oder einen feuchten Lappen und mach das Ding sauber. Und ja, auch die Ecken, wo sich der Dreck festgefressen hat – eine alte Zahnbürste ist hier dein bester Freund.
Schritt 2: Die Kette will Öl
Eine ungeölte Kette im Winter? Ganz schlechte Idee. Nimm dir ein gutes Öl – Ballistol Universalöl, Dr. Wack S100 oder WD-40 Classic tun’s alle. Sprühe es auf, trete ein paar Mal in die Pedale, damit sich das Öl verteilt, und wische den Überschuss mit einem Lappen ab. Keine Flusen, bitte. Sonst sieht dein Rad aus wie ein Staubfänger.
Schritt 3: Schmieren nicht vergessen
Die Kette ist nicht das Einzige, was Aufmerksamkeit braucht. Schmier auch die anderen beweglichen Teile. Ein Spritzer Öl hier, ein Spritzer da – und dann alles ein paar Mal bewegen, damit sich das Zeugs gut verteilt. So vermeidest du, dass dein Rad im Frühling klingt wie eine quietschende Tür aus einem Horrorfilm.
Schritt 4: Der letzte Check
Funktionieren deine Bremsen noch? Ziehen sie gut an? Oder brauchst du einen Bremsweg wie ein LKW? Wenn die Bremsbacken abgenutzt sind, tausche sie aus. Jetzt. Nicht im Frühling, wenn du voller Vorfreude auf die erste Tour startest – und dann feststellst, dass dein Rad nicht mehr stoppen will.

Schritt 5: Beachte auch deinen Sattel
Ein hartes Leben hat dein Sattel. Also gib ihm auch ein bisschen Liebe. Wisch ihn feucht ab, entferne den Schmutz und dann: Pflegemittel drauf. Ballistol Universalöl geht auch hier. So sitzt du im nächsten Jahr wieder bequem – und nicht wie auf einem Brett.
Schritt 6: Letzter Licht-Check
Dynamo läuft, Birne leuchtet? Oder flackert es wie in einer Geisterbahn? Checke dein Licht. Wenn was kaputt ist, tausche es aus. Und sprüh ein bisschen Kontaktspray auf die Anschlüsse – dann gibt’s keine Korrosion, die dir im Frühling die Laune verdirbt.
Schritt 7: Rost? Weg damit!
Siehst du irgendwo Rost? Dann weg damit. Pflege-Öl ist hier dein Freund. Aber Finger weg von Bremsen und Reifen! Die sollen nicht glänzen wie ein frisch polierter Ferrari.
Schritt 8: Reifen aufpumpen
Dein Rad steht den ganzen Winter auf seinen Reifen. Die verlieren Luft. Also: Aufpumpen. Und zwar ordentlich. Maximaler Reifendruck, bitte. Und während du dabei bist: Checke die Reifen. Risse? Profil weg? Dann ab in den Ruhestand – und neue drauf.
Schritt 9: Der letzte Check
Alles erledigt? Schmutz weg? Kette geölt? Bremsen okay? Dann dreh noch eine kurze Runde. Hört sich alles gut an? Sieht alles gut aus? Dann kann dein Rad jetzt seinen Winterschlaf antreten.
Schritt 10: Trocken einmotten
Jetzt suchst du nur noch einen trockenen, windgeschützten Ort. Garage, Keller, Abstellraum – Hauptsache, es bleibt trocken.
Extra-Tipps für E-Bikes
War’s das? Nein! Wenn du ein E-Bike hast, braucht das noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.
Der Akku ist das Herzstück – und der mag keine Kälte. Lagere ihn bei etwa 10–15 Grad, nicht im eiskalten Keller. Und lade ihn vor dem Einmotten auf etwa 50–70 Prozent auf. Nicht voll, nicht leer. So hält er länger.
Und der Motor? Der will auch nicht vernachlässigt werden. Ein kurzer Check der Elektronik und der Kontakte schadet nie. Ein Spritzer Kontaktspray hier und da – dann startest du im Frühling ohne böse Überraschungen.
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Ein Rad einzumotten, ist wie ein guter Abschied: Man macht es ordentlich, damit das Wiedersehen im Frühling kein böses Erwachen wird.
Und mach dir Gedanken darüber, ob du im Herbst und Winter wirklich aufs Bike verzichten willst. Eine Tour durch den Schnee kann etwas Wunderbares und Belebendes sein!
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Bilder: Magnific AI















