Unterstütze ein verrücktes Weltraumprojekt! Eines, dessen Reise 57 Billionen Kilometer lang wird. Dafür ist aber dein Name mit dabei.
Verewige dich im All
Dein Smartphone gibt nach etwa fünf Jahren den Geist auf. Dein Auto hält vielleicht 15 Jahre. Ein Grabstein kann Jahrhunderte überdauern. Wie könnte ein Teil von dir noch viel länger überleben?
Beteilige dich an der Fermi Explorer Mission. Dann könnte eine Plakette mit deinem Namen auf eine extrem lange Reise gehen. Eine Reise, die erst in 80.000 Jahren ihr Ziel erreicht.
Das klingt nach Science-Fiction? Mag sein. Aber schon bald könnte daraus Realität werden!
Wie jetzt?
Ja, richtig gelesen! Es gibt aktuell ein Weltraum-Projekt, das gleichzeitig durchgeknallt und faszinierend klingt. Es heißt Fermi Explorer Mission.
Im Rahmen dieser Mission könnte noch vor Ende 2029 eine Sonde in Richtung Alpha Centauri starten. Das Vorhaben soll nicht nur Wissenschaftler und wohlhabende Raumfahrtfans begeistern. Auch der kleine Mann kann sich daran beteiligen – mit einer überschaubaren Spende.
Für 100 Dollar werden deine Initialen auf die Sonde graviert. Bei einer Spende von 1.000 Dollar wird sogar dein kompletter Name auf dem Spacecraft stehen. Wenn du 10.000 Dollar oder mehr auf der Donate-Seite des Projekts überweist, erhältst du noch viel mehr. Du kannst beispielsweise deine Haare auf die lange, lange, lange Reise schicken lassen.

Wohin fliegt das Ding eigentlich?
Alpha Centauri ist das uns am nächsten gelegene Sternsystem. Es besteht aus drei Sternen, nämlich Alpha Centauri A, Alpha Centauri B und Proxima Centauri. Diese Konstellation liegt nur 4,5 Lichtjahre entfernt. In galaktischen Dimensionen ist das direkt um die Ecke.
Wenn du die Entfernung jedoch umrechnest, klappt dir die Kinnlade runter: 4,5 Lichtjahre entsprechen 42.573.287.126.600 Kilometern. Gerundet sind das 42,6 Billionen Kilometer.
Für diese Distanz braucht das Licht – das schnellste Element überhaupt – eben 4,5 Jahre. Ein Raumschiff mit heutiger Technik benötigt etwa 70.000 Jahre. Da sich im Weltraum alles ständig bewegt, könnte die Fermi-Explorer-Sonde sogar rund 80.000 Jahre bis Alpha Centauri unterwegs sein. Dabei wird sie fantastische 57 Billionen Kilometer zurücklegen.

Wozu der ganze Wahnsinn?
Die Mission soll zeigen, dass eine echte interstellare Reise mit der heutigen Technik möglich wäre. Anstatt in ein paar Jahren anzukommen, nimmt man eben knapp 80.000 Jahre in Kauf. Solch eine krasse Verspätung schafft nicht einmal die Deutsche Bahn.
Dafür ist das Vorhaben recht günstig. Die Sonde wird weniger als 15 Millionen (nicht Milliarden!) Dollar kosten. Das klingt für eine Reise zu einem anderen Stern wie Discounter-Raumfahrt. Besonders wenn man bedenkt, wie viel Geld Elon Musk und Co. gerade für andere Vorhaben ausgeben.
Damit das klappt, muss an verschiedenen Stellen gespart werden. So soll die Sonde logischerweise ohne Menschen auskommen, sehr kompakt gebaut werden und nur sehr wenig Kontakt mit der Erde halten – das schont die Energie. Die Instrumente sollen deshalb viele Jahrtausende abgeschaltet sein und erst in der Nähe von Alpha Centauri wieder aktiviert werden. Falls die Sonde überhaupt so weit kommt.
Möchtest du noch mehr wissen? In diesem Beitrag mit Philip Johnston, einem Mitgründer von Fermi Explorer, erfährst du Genaueres über das wahnwitzige Vorhaben.
Gibt es Außerirdische?
Die Fermi-Explorer-Mission ist nicht nur ein ziemlich aufwendiger Weg, um ein paar Namen sehr weit wegzubringen. Hinter dem Projekt steht eine der spannendsten Fragen überhaupt: Im Universum gibt es unvorstellbar viele Galaxien, Sterne und Planeten – existiert hier auch irgendwo Leben?
Die Wissenschaft ist sich fast einig: Rein rechnerisch könnte es sehr viel Leben und Zivilisationen in den Weiten des Weltalls geben. Doch bislang haben wir noch keine Hinweise gefunden. Warum eigentlich nicht? Genau hier kommt das Fermi-Paradoxon ins Spiel!
Deshalb heißt das Ding „Fermi Explorer“
Die Fermi Explorer Mission will das Fermi-Paradoxon gewissermaßen aus praktischer Perspektive angehen. Eine mögliche Erklärung für die große kosmische Stille könnte laut dem italienischen Physiker und Nobelpreisträger Enrico Fermi nämlich ziemlich banal sein: Interstellare Reisen sind äußerst schwierig.
Zivilisationen existieren schlicht nicht lange genug, um sich über große Teile einer Galaxie auszubreiten. Wir unterschätzen also, wie schwer es ist, von Stern zu Stern zu kommen. Wie gesagt, selbst für die Reise nach Alpha Centauri benötigen wir aktuell zehntausende Jahre.
Warum die Menschheit diesen Stern eigentlich nie erreichen kann, erklärt diese Doku:
Eine andere Möglichkeit, warum wir bislang noch keine Aliens kennengelernt haben, ist folgende: Intelligentes Leben existiert deutlich seltener als angenommen. Unter Umständen sind wir Menschen allein in unserer Galaxie. Oder sogar im gesamten Weltraum.
Das, was uns Star Trek, Star Wars und Dergleichen ständig suggerieren, ist eben mehr Fiction als Science. Irgendwie schade, oder?
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Selbstverständlich stellt eine Gravur auf einer Sonde keine echte Unsterblichkeit dar. Niemand kann garantieren, dass das Ding tatsächlich Jahrtausende und zig Billionen Kilometer durchhält.
Aber genau das macht die Sache charmant. Für 100 Dollar kaufst du dir kein albernes Zertifikat, das behauptet, dir gehöre irgendwo ein Stern. Du unterstützt stattdessen den ernst gemeinten Versuch, erstmals ein Raumfahrzeug gezielt zu einem anderen Sternensystem zu schicken. Dabei darfst du einen winzigen persönlichen Abdruck hinterlassen.
Ein kleiner Schritt für dich, ein großer für die Menschheit!
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Bilder: Magnific AI















