Autobahn-Abkürzung (Bild: Magnific AI)

Diese Abkürzung kostet dich bis zu zwei Punkte in Flensburg

Es gibt immer wieder Situationen im Alltag, die nerven – besonders beim Autofahren. Doch wenn du zu ungeduldig bist und einfach handelst, wirst du hart bestraft.

Was soll schon passieren?

Freitagmittag auf der Autobahn. Vor dir: Bremslichter bis zum Horizont. Hinter dir: Jemand, der offenbar glaubt, mit acht Zentimetern Abstand den Stau persönlich auflösen zu können.

Und da vorne steht schon dein Ausfahrtsschild. Eigentlich bist du fast da. Rechts neben dir liegt der Seitenstreifen komplett frei. Also Blinker setzen, kurz rüber und die letzten paar Hundert Meter am Stau vorbeirollen?

Ganz schlechte Idee! Denn der Stand- beziehungsweise Seitenstreifen ist keine persönliche Überholspur für Leute, deren Geduldsfaden gerade dünner wird als das männliche Haar ab 50. Wer ihn benutzt, um schneller voranzukommen, riskiert viel.

Ein Punkt in Flensburg ist dir garantiert.

Ok, ein Punkt in Flensburg ist dir nicht garantiert, aber sehr wahrscheinlich. Das unerlaubte Befahren des Seitenstreifens kostet dich – wenn du erwischt wirst – mindestens 55 Euro Bußgeld. Bei schnellerem Vorankommen auf dem Seitenstreifen drohen 75 Euro Bußgeld und ein Punkt im Fahreignungsregister.

Bei Gefährdung oder Unfall kann das Bußgeld auf bis zu 110 Euro steigen, dazu kommen ein oder zwei Punkte. Plötzlich sieht die vermeintlich clevere Abkürzung gar nicht mehr so clever aus.

Für ein paar gesparte Minuten einen dreistelligen Betrag hinlegen und das Punktekonto füttern? Willst du das riskieren?

„Ich will doch nur raus“ zählt nicht

Genau hier liegt die typische Autofahrer-Falle. Man fährt ja nicht kilometerweit rechts an allen vorbei. Man möchte doch wirklich nur zur Ausfahrt. Vielleicht noch 200 Meter. Vielleicht 500. Und außerdem steht links sowieso alles.

Klingt nachvollziehbar. Ist der Straßenverkehrsordnung aber völlig egal. Der Seitenstreifen ist nicht dafür gedacht, dass sich jeder seine eigene Extraspur baut, sobald der Verkehr nervt. Er gehört nicht zur Fahrbahn und darf nur in Ausnahmefällen befahren werden.

Sonst hätten wir bei jedem größeren Stau innerhalb von fünf Minuten eine zusätzliche Fahrbahn eröffnet. Kostenlos, chaotisch und mit erstaunlich vielen Leuten, die natürlich „nur ganz kurz“ dort fahren.

Warum die Nummer gefährlicher ist, als sie aussieht

🔻 Das Problem ist nicht nur eine deutsche Vorschrift. Auf dem Seitenstreifen können Fahrzeuge deutlich schneller fahren als im Stau. Andere Autofahrer rechnen nicht damit, dass dort plötzlich jemand auftaucht.

🔻 Besonders riskant wird es an Ausfahrten: Wer auf den Ausfädelungsstreifen wechseln will, kann ein Fahrzeug übersehen, das bereits verbotenerweise auf dem Seitenstreifen fährt. Die Folge: Auffahrunfälle oder seitliche Kollisionen. Aus „Ich wollte nur schnell runter“ wird dann schnell ein langer Nachmittag.

🔻 Noch kritischer: Auf dem Seitenstreifen können Pannenfahrzeuge oder Personen stehen. Etwa beim Reifenwechsel oder neben einem liegengebliebenen Auto. In Kurven oder bei schlechter Sicht verschärft sich die Gefahr, besonders wenn LKWs auf der rechten Spur die Sicht blockieren.

Wann du trotzdem auf den Seitenstreifen darfst

Natürlich gibt es Ausnahmen. Auf manchen Autobahnabschnitten wird der Seitenstreifen zeitweise offiziell als zusätzliche Fahrspur freigegeben. Dann darfst du ihn tatsächlich benutzen.

🔻 Allerdings nicht nach dem Motto: „Sieht frei aus, wird schon passen.“ Entscheidend ist die Verkehrsführung. Zeigt das Verkehrsleitsystem einen grünen Pfeil, darf der entsprechende Fahrstreifen genutzt werden. Ein rotes X oder ein durchgestrichener Pfeil bedeuten dagegen: Stopp, nicht befahren!

🔻 Auch ein blaues Verkehrsschild mit einem separat dargestellten Pfeil zeigt an, dass der Seitenstreifen befahren werden darf. Ist dieser Pfeil rot durchgestrichen, endet die Freigabe wieder.

🔻 Interessant dabei: Gerade bei Stau kann ein Seitenstreifen auch wieder gesperrt werden. Wer dort gestern noch legal gefahren ist, darf deshalb heute nicht automatisch dasselbe tun. Augen auf statt Gewohnheitsmodus, heißt die Devise!

4M – Das Männermagazin meint dazu …?

Ja, Stau nervt. Noch schlimmer ist Stau, wenn die Ausfahrt direkt vor deiner Nase liegt. Da wird aus einem halben Kilometer schnell eine psychologische Prüfung, gegen die ein Möbelhaus-Besuch am Samstag fast erholsam wirkt.

Trotzdem: Bleib auf deiner Spur, bis du regulär auf den Ausfädelungsstreifen wechseln kannst. Die paar Minuten Zeitgewinn stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zu Bußgeld, Punkte und Unfallrisiko.

Manchmal ist die langweilige Lösung eben tatsächlich die beste.

Was hältst du von einem 50€ Amazon Gutschein? Den kannst du gewinnen, wenn du dich bei unserem kostenlosen Newsletter anmeldest! 
_________________

Abonniere bis zum 31. Oktober 2026, 23:59 Uhr, unseren kostenlosen Newsletter und bestätige deine Anmeldung über den Link in der Bestätigungs-E-Mail. Danach nimmst du automatisch an der Verlosung eines Amazon.de-Geschenkgutscheins im Wert von 50 € teil. Es gelten hierzu unsere Gewinnspiel-Teilnahmebedingungen und Datenschutzerklärung.

Bilder: Magnific AI

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert