Alfa Romeo Cuorerosso (Bild: Alfa Romeo)

Alfa Romeo wagt einen radikalen, puristischen Neustart

Kein Multimedia-Kram, keine Kanten, kein Krimskrams: Der Alfa Romeo Cuorerosso zeigt, wohin die neue Reise gehen soll.

Alfa Romeo steckt in einer fetten Krise

Stell dir vor, deine Autofirma ist seit 1910 im Geschäft. Deine Autos haben über Jahrzehnte hinweg den „Will ich haben“-Reflex angesprochen, und deine Rennwagen haben Geschichte geschrieben. Trotzdem reden jetzt alle nur noch darüber, ob du deine Werke bald dichtmachen wirst. Genau in dieser Situation steckt Alfa Romeo gerade.

Ja, die Lage ist wirklich schlecht. Der Mutterkonzern Stellantis strauchelt und stellt sich ständig neu auf. In Marken wie RAM, Fiat und Peugeot wird viel Geld investiert. Coole Boliden wie ein Revival des Opel Manta werden verschoben, der Jeep Wrangler durch einen China-Stromer ersetzt. Und was bekommt Alfa Romeo? Fast nichts.

Das ist irgendwie verständlich. Die Marke hat deutlich an Glanz verloren und bricht weltweit ein. So wurden im ersten Halbjahr 2026 in Europa gerade einmal 26.400 neue Alfa zugelassen. Das Werk Cassino lief dieses Jahr nur an rund 60 Tagen.

Anstelle von Erfolgsmeldungen gibt es Gerüchte und laute Spekulationen über den Verkauf der Marke an einen chinesischen Mitbewerber. Auch ein schnelles Ende stand im Raum.

Alfa Romeo Cuorerosso (Bild: Alfa Romeo)
In Paris zeigt Alfa Romeo ganz klar, dass es sich nicht mit dem Status Quo zufrieden gibt.

Und nun? Alfa Romeo schlägt zurück!

Vom 12. bis 18. Oktober findet der Pariser Autosalon statt. Dort wird plötzlich etwas präsentiert, das niemand erwartet hat: der Alfa Romeo Cuorerosso. Der Name bedeutet übersetzt so viel wie „Rotes Herz”. Es ist weder ein SUV noch ein Crossover oder ein liebloses Etwas. Es ist eine flache, monolithische Sportlimousine in Knallrot.

Die Designer haben das Fahrzeug nach eigenen Angaben zuerst als reine Skulptur aus einem einzigen Block geformt. Ohne Scheiben, ohne Lichter, ohne Räder. Erst die Proportionen, dann die Details. Das Ergebnis nennen sie „Bellezza Necessaria” – die Schönheit des Notwendigen.

Übersetzt bedeutet das: Weg mit allem, was keine Notwendigkeit hat. Diese Philosophie ist bei der Designstudie an allen Stellen erkennbar.

Alfa Romeo Cuorerosso (Bild: Alfa Romeo)
DAS ist mal wieder ein echter Alfa! Wow!

Das Revival des klassischen Cockpits

Die Form des Alfa Romeo Cuore Rosso ist spektakulär. Dieser Bolide weckt sofort Begehrlichkeiten. Man möchte ihn länger betrachten, ihn streicheln und besitzen. Manch einer würde sagen, der neue Alfa Romeo sei eine in Blech gegossene, attraktive Frau.

Doch für uns ist nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere das Highlight. Denn im Innenraum passiert etwas, das man in modernen Autos kaum noch erlebt: nichts. Im positiven Sinne. Es gibt keine XXL-Bildwand von Tür zu Tür. Kein Tablet, das dir beim Losfahren einen Tutorial-Kurs über die Steuerung zumutet. Kein Bling-Bling. Kein Dauer-Entertainment. Es gibt kein Meer an virtuellen Tasten und echten Knöpfen.

Alfa Romeo Cuorerosso (Bild: Alfa Romeo)
Nur das Nötigste – genau so sollte ein Sportwagen im Inneren aussehen!

Weg mit dem unnötigen Technik-Kram!

Der Alfa Romeo Cuorerosso atmet das Puristische. Das zeigt sich zum Beispiel an der schmalen, Armaturentafel. Sie ist vom legendären Alfa 33 Stradale inspiriert.

Dadurch wirkt der Raum größer und leichter. Man fühlt sich befreit. Es ist klar, worauf man sich konzentrieren soll. auf die Symbiose mit dem Auto. Auf das Fahren. Auf das Erleben der Straße.

Keine Ablenkung, keine Kompromisse, keine Nervereien. Nur du und das Auto. Fantastisch!

Alfa Romeo Cuorerosso (Bild: Alfa Romeo)
Diese Formen. Die Farbgebung. DAS ist wirklich sexy!

Wann erscheint der Alfa Romeo Cuorerosso?

Keine Ahnung. Die Skulptur auf Rädern ist kein angekündigtes Serienmodell. Sie ist ein Manifest. Eine Ansage, dass Alfa Romeo weder tot noch langweilig ist.

Der Sportwagenbauer verspricht jedoch, dass einige Detaillösungen bereits patentiert wurden und ab 2027 schrittweise in Serienfahrzeuge einfließen werden. In die E-Autos wie auch in die Verbrenner-Modelle.

Somit bleibt der Alfa Romeo Cuorerosso leider nur eine Studie. Eine, die aber wirklich Eindruck schindet. Hut ab!

Alfa Romeo Cuorerosso (Bild: Alfa Romeo)
Ein Auto zum Anbeißen! Na also, Alfa Romeo kann’s noch.

4M – Das Männermagazin meint dazu …?

Alfa Romeo hat ein Imageproblem, ein Modellproblem und ein Problem mit dem Mutterkonzern. Doch die Italiener lassen sich davon nicht unterkriegen. Auf dem Pariser Autosalon zeigen sie, was in ihnen steckt. Sie wollen wieder angreifen – und das ist auch gut so.

Jetzt hoffen wir nur, dass Stellantis genügend Mut und Durchhaltevermögen hat, damit Alfa Romeo wirklich neu angreifen kann! Noch besser wäre es, den Cuorerosso wirklich zu bringen. Genau so, wie er auf der Automesse gezeigt wurde.

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Bilder: Alfa Romeo

 

 

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