Dyson Zahnbürste (Bild': Dyson / Magnific AI)

480 Euro fürs Zähneputzen: Dyson baut jetzt Hightech-Zahnbürsten

Kamera, KI & mehr: Ist der Dyson CameraJet noch ein Zahnpflege-Produkt oder schon ein Gadget für Tech-Nerds? Eine gute Frage.

Dyson will zwischen deine Zähne

Da stehst du morgens im Bad. Augen halb offen, Kaffee noch nicht drin. Deine Zahnbürste analysiert gerade mit einer Kamera und Künstlicher Intelligenz deine Zahnzwischenräume. Klingt nach Science-Fiction, oder?

Nope! Die neue Dyson CameraJet ist die erste Zahnbürste des Herstellers. Da bekommst du nicht einfach einen vibrierenden Plastikstab, sondern ein kleines Techniklabor für den Mund. Und das alles zu einem satten Preis.

Kamera an, Mund auf

Kommen wir gleich zu den technischen Daten, denn davon lebt die 480 Euro teure Zahnbürste von Dyson! Im Bürstenkopf steckt eine Kamera mit 100.000 Pixeln, also 0,1 Megapixel. Sie analysiert deinen Mund mit 28 Bildern pro Sekunde und erkennt, wo sich Zahnzwischenräume befinden. Damit kann die CameraJet innerhalb von 100 Millisekunden dort gezielt einen Strahl Mundspülung hinschicken. Dyson nennt das „Gap Optical Targeting“.

Dahinter steckt ordentlich Technik: Das System arbeitet nach Herstellerangaben mit 16 Millionen Codezeilen, die Bilderkennung wurde während der Entwicklung mit 470.000 Aufnahmen von Zähnen trainiert. Sechs Jahre Entwicklungsarbeit sollen in dem Ding stecken.

Ooooook….

Dyson CameraJet Zahnbürste (Bild: Dyson)
Eine Zahnbürste mit Scharfschützen-Modus: So könnte man die neue, abgefahrene Dyson-Zahnbürste bezeichnen.

Natürlich gibt es eine App

Per WLAN und Bluetooth verbindet sich die smarte Zahnbürste mit der MyDyson-App. Dort kannst du dir sogar live ansehen, was die Kamera in deinem Mund aufnimmt. Spannend, falls du schon immer wissen wolltest, wie dein Frühstück aus Sicht eines Zahnarztes aussieht.

Dyson versichert, dass die Kamerabilder weder auf der Zahnbürste noch in der Cloud gespeichert werden. Die App liefert außerdem Informationen darüber, welche Bereiche du beim Putzen erwischt hast und wo du gerne mal schlampst.

Zum System gehören außerdem eine Ladestation, ein Reiseetui sowie Dyson-Zahnpasta und Mundspülung. Der kleine Mundspülungsbehälter in der Bürste fasst 12,5 Milliliter und lässt sich über die Station wohl in nur drei Sekunden auffüllen.

Bringt das wirklich bessere Zähne?

Genau hier wird es interessant. Dyson wirbt mit deutlichen Verbesserungen bei Plaque-Entfernung und Zahnfleischgesundheit. Die bisher veröffentlichten Leistungsangaben stammen allerdings überwiegend aus Tests, die Dyson beauftragt hat. Unabhängige Langzeit-Untersuchungen fehlen aktuell noch.

Die Technik dahinter ist zweifellos spannend. Zahnzwischenräume sind schließlich tatsächlich eine Stelle, die beim normalen Bürsten gerne vernachlässigt wird. Sie sind ein Fall für den Zahnarzt. Oft erst, wenn es leider schon zu spät ist und sich Karies entwickelt hat.

4M – Das Männermagazin meint dazu …?

Die CameraJet ist herrlich bekloppt – und genau deshalb ziemlich faszinierend. Dyson löst ein echtes Problem auf typisch Dyson-artige Weise: Mit ungefähr zwölf Mal mehr Ingenieurskunst, als man zunächst für nötig gehalten hätte.

Doch wer ist die Zielgruppe? Mega-Technikfans und Reiche ohne Geldsorgen. Alle Normalos dagegen können und werden sich das Highend-Produkt sicherlich nicht leisten. Auch typisch Dyson.

 

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Bilder: Dyson / Magnific AI

 

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