Schrotthaufen mit alten MacBooks (Bild: Magnific AI)

Bye, bye: Apple schickt MacBook-Modelle auf die Müllhalde

Kein Support mehr: Drei ältere MacBooks gelten nun als „obsolet“. Das hat fatale, aber auch obskure Folgen. Stichwort: Wechsel zu Google.

Gestern Arbeitsgerät, heute offiziell altes Eisen

Jahrelang hat er dir treu gedient. Du warst immer stolz auf ihn. Ja, du warst immer ein überzeugter Fanboy. Manchmal dachtest du für einen kurzen Moment, du liebst ihn. Wen? Na, deinen MacBook.

Doch heute ist alles anders. Der Bildschirm bleibt schwarz. Nichts geht mehr.

Kein Drama, denkst du. Termin bei Apple machen, reparieren lassen, fertig. Denkste! Als Besitzer eines älteren MacBook-Modells hast du jetzt ein Problem. Apple führt nun drei Modelle – darunter auch deines – offiziell als „obsolet“. Das hat ganz praktische Folgen.

Was bedeutet „obsolet“ bei Apple?

Apple unterscheidet zwischen „Vintage“ und „Obsolete“. Das klingt ein bisschen wie die Sortierung in einem Antiquitätenladen, macht für dich aber einen gewaltigen Unterschied.

Als obsolet gelten Geräte, die Apple seit sieben Jahren nicht mehr verkauft. Ab diesem Zeitpunkt hält das Unternehmen keine Ersatzteile mehr dafür bereit und bietet keinen regulären Hardware-Service mehr an.

Bricht also beispielsweise das Display, gibt der Akku auf oder verabschiedet sich irgendein anderes Bauteil, kannst du nicht mehr einfach zum Apple-Service marschieren und deine Kreditkarte nervös festhalten.

Der Konzern aus Cupertino will dich als Support-Kunden nicht mehr haben. Ciao, Ciao!

Abweisender Apple-Support (Bild: Magnific AI)
„Altes Gerät? Interessiert uns nicht mehr!“ – So werden nun einige Apple-Kunden verprellt.

Diese drei älteren MacBooks trifft es

Auf Apples Altenteil landen drei Modelle aus den Jahren 2017 und 2018:

1️⃣ Das MacBook Pro mit 13-Zoll-Display und zwei Thunderbolt-3-Anschlüssen von 2017.

2️⃣ Das 13-Zoll-MacBook-Pro mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen von 2018.

3️⃣ Das Retina MacBook Air von 2018.

Was wir daran erstaunlich finden: Sieben oder acht Jahre sind für einen Laptop – besonders im Premium-Segment – kein Alter! Zumal Apple-Produkte ja für ihre Langlebigkeit bekannt sind (dafür zahlt man ja die hohen Preise schließlich).

Aber wie es scheint, altert Technik beim Apple-Support in Hundejahren…

Muss das MacBook jetzt wirklich in den Elektroschrott?

Nö. Dass Apple ein Gerät nicht mehr repariert, bedeutet nicht, dass es automatisch auf den Müllhaufen muss! Solange dein MacBook noch irgendwie funktioniert und du damit noch vernünftig arbeiten kannst, gibt es keinen technischen Grund, es heute in Richtung Recyclinghof zu tragen.

Und was ist bei einem Defekt? Dann wendest du dich eben an freie Reparaturwerkstätten. Auch selbst reparieren ist möglich, wenn du weißt, was du da tust. Beispielsweise bietet iFixit für das 2018er MacBook Air weiterhin Ersatzteile und Reparaturanleitungen an.

Aber: Rechne durch, ob sich eine Reparatur finanziell noch lohnt! Bei einem sieben oder acht Jahre alten Notebook sollte die Werkstattrechnung nicht plötzlich in Regionen vorstoßen, in denen du bereits einen neuen Rechner kaufen kannst.

Chrome OS von Google auf einem Apple MacBook (Bild: Magnific AI)
Kratze deinen Apfel-Sticker vom MacBook ab und ersetze ihn durch einen Aufkleber von der Konkurrenz!

Auch ohne macOS ist noch nicht zwingend Schluss

Ein weiterer Punkt, warum dich Apple indirekt zum Gang auf den Schrottplätz drängelt: das Betriebssystem. Offiziell läuft auf den alten Geräten maximal macOS Ventura 13. Das aktuelle macOS Tahoe 26 – und bereits die dazwischenliegenden Versionen Sonoma und Sequoia – unterstützt Apple auf diesen Modellen nicht mehr.

Was nun? Dann kannst deinem betagten MacBook theoretisch ein zweites Leben verpassen. Eine Linux-Distribution ist eine Möglichkeit. Ebenfalls infrage kommt Googles Chrome OS Flex. Ja, richtig gelesen: Du sollst die Konkurrenz auf dem Apple-Gerät lassen!

Wie das geht? Das erfährst du in diesem Tutorial-Video:

4M – Das Männermagazin meint dazu …?

Wir denken: Wer im Hochpreis-Segment agiert, sollte auch hochwertigen Support liefern! Ein MacBook Pro von 2017 ist heute nicht automatisch Schrott, nur weil Apple es gern abhaken und dir ein neues Gerät verkaufen möchte.

Kein aktuelles macOS mehr, keine Reparaturen mehr – das ist für ein teures Pro-Gerät ziemlich enttäuschend. Da setzt Apple seine Geräte leider auf Chinaschrott-Niveau. Premium sieht anders aus!

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Bilder: Magnific AI

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