Der Regulierungswahn der EU schlägt wieder zu. Der neueste Streich heißt „KI-Kennzeichnungspflicht”. Was musst du nun tun?
Wer muss sich eigentlich Sorgen machen?
Schon mitbekommen? Seit 2025 gibt es eine europäische Verordnung, die den Umgang mit Künstlicher Intelligenz regelt. Das Regelwerk, EU AI Act genannt, wird gerade Schritt für Schritt ausgerollt. Seit dem 2. August gilt eine neue Vorgabe, die sogenannte KI-Kennzeichnungspflicht. Klingt kompliziert und wichtig. Und ja, das ist sie auch.
Aber hier die gute Nachricht vorab: Als Privatperson bist du raus aus der Nummer. Die EU-Regelung betrifft vor allem Selbstständige und Unternehmen, die KI-Inhalte gewerblich oder für öffentliche Zwecke von besonderem Interesse nutzen. Damit sind auch Influencer und Blogger gemeint.
Wenn du also nur zum Spaß ein paar KI-generierte Bilder per WhatsApp versendest, musst du nichts kennzeichnen. Null. Nichts. Gar nichts. Doch es gibt ein großes ABER!
Die Plattformen reagieren übervorsichtig
Wie gesagt: Laut dem EU AI Act müssen Privatpersonen ihre KI-Bilder und Videos nicht kennzeichnen. Welch ein Glück, das kann nämlich eine kleine Wissenschaft für sich sein.
Plattformen wie Facebook, Instagram, Youtube oder TikTok fordern trotzdem von dir, dass du deine mit KI erzeugten Inhalte markierst! Das gilt besonders für Videos und Bilder, die ein hohes Täuschungspotential haben. Im Neudeutschen redet man von Deepfakes. Also von Kreationen, die beispielsweise berühmte Persönlichkeiten veräppeln oder gar deine Nachbarin in Posen zeigen, die als unanständig gelten.
Diese Werke sind nun zu kennzeichnen. Aber nur die, die nach dem 2. August erzeugt und hochgeladen wurden. Alte KI-Kreationen musst du – zum Glück! – nicht mehr nachträglich anfassen!
Wie kannst du deine KI-Werke richtig markieren?
Das geht einerseits über die Plattformen. Sie fragen dich beim Hochladen, ob es sich um einen KI-erzeugten Inhalt handelt. Oder sie erkennen automatisch, dass ChatGPT, Gemini, Magnific AI & Co. die Künstler waren. Andererseits kannst du auch Grafikprogramme wie Canva oder Photoshop anschmeißen, um ein entsprechendes KI-Wasserzeichen zu integrieren.
Alternativ kannst du ein spezielles Online-Tool wie den kostenlosen KI-Kennzeichner von KI-Känguru nutzen. Damit lassen sich deine Bilder in wenigen Sekunden mit einem offiziellen „AI Generated“-Logo der EU versehen. So machen wir es auch.

Warum die ganze Aufregung?
Die Europäische Union will vor allem gegen Deepfakes und gezielte Desinformation vorgehen. Stell dir vor, ein Influencer erstellt ein KI-Video, in dem ein Politiker etwas sagt, was er nie gesagt hat, und verbreitet das als Fakt. Solche Sachen können echten Schaden anrichten. Genau das will die EU mit der KI-Kennzeichnungspflicht eindämmen.
Das Gleiche gilt für Unternehmen, die zum Beispiel von einem KI-Tool tolle Produktfotos für ihren Onlineshop erstellen lassen. Unter Umständen zeigen die Fotos das Produkt in Situationen oder mit Features, die es gar nicht gibt. Oder ein Reiseanbieter wirbt mit einem fantastischen Meerblick, obwohl sich nur eine Künstliche Intelligenz den karibischen Strand ausgedacht hat. Derartige Dinge sind eine Vorspielung von falschen Tatsachen – und damit nun auch strafbar.
Richtig gelesen: Wer Deepfakes oder andere heikle KI-Inhalte (beispielsweise mit Nudify-Apps) ohne Kennzeichnung verbreitet, riskiert eine hohe Strafe. Die kann bei Firmen sogar in die Millionen gehen!
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Die EU hilft also dabei, zu verhindern, dass jeder x-beliebige KI-„Mist” als Fakt durchgeht. Und das ist auch gut so! Denn wer möchte schon veräppelt und getäuscht werden? Gerade in den sozialen Netzwerken ist das leider mittlerweile gang und gäbe.
Wie siehst du das? Markierst du brav deine KI-Inhalte? Oder bist du noch unsicher, was, wie und wo du kennzeichnen musst? Möchtest du vielleicht noch mehr über das Thema wissen? Wie wäre es mit einer passenden Onlineschulung?
Bilder: Magnific AI










