Parkscheibe (Bild: Google Gemini)

Kleine Striche, teure Folgen: 726 Euro Strafe für die falsche Parkscheibe

In Europa ist alles genormt und einheitlich!? Oh nein! Eine unpassende Parkscheibe kann beispielsweise in Österreich zu saftigen Strafen führen. 

Die gute, alte Parkscheibe gilt nicht überall

Man kennt das: Handschuhfach auf, blaue Scheibe raus, schnell auf die nächste halbe Stunde gedreht, fertig. In Deutschland läuft das seit Jahrzehnten so. Doch wer mit diesem System in Österreich parkt, tappt in eine Falle, die deinen Geldbeutel leert.

Denn während die Deutschen brav auf 30-Minuten-Schritte runden, tickt die Uhr in Österreich anders. Und zwar im 15-Minuten-Takt.

Zwei Länder, zwei Parkscheiben-Typen

In Österreich gilt die Verordnung des Bundesministers für öffentliche Wirtschaft und Verkehr über die Überwachung der Einhaltung der Parkdauer in Kurzparkzonen, salopp auch Kurzparkzonen-Überwachungsverordnung genannt. Die kennt keinen Spaß!

Laut der Rechtsvorschrift muss die Ankunftszeit auf die nächste Viertelstunde gerundet werden. Kommst du beispielsweise um 12:09 Uhr an, hat die Scheibe 12:15 Uhr zu zeigen. OK, verstanden. Wo ist nun das Problem? Parkscheiben, wie man sie in Deutschland kennt, haben nicht die nötigen Markierungen für die feine Zeiteinteilung. Sie kennen nur volle und halbe Stunden.

Kleiner Unterschied mit großer Wirkung

Die Folge? Was nicht passt, wird bestraft. Punkt. Dabei ist es egal, ob die Scheibe an sich korrekt eingestellt ist. Fehlen die Viertelstunden-Striche, gilt sie laut dem österreichischen Recht als ungültig. So, als läge gar keine Parkscheibe im Auto. Das bestätigt auch Autobild.de.

Und dann? Wird’s teuer! Wenn du Glück hast, kriegst du ein Bußgeld von 30 bis 50 Euro aufgebrummt. Hast du einen griesgrämigen Straßenwächter erwischt, gibt er dir die maximale Strafe von 726 Euro.

Du willst die Strafe ignorieren? Eine schlechte Idee! Wer nicht zahlt oder wieder erwischt wird, kann schnell im Verwaltungsstrafverfahren landen. Das hat dann viel teurere Konsequenzen.

Elektronik? Fehlanzeige!

„Dann nehm’ ich halt meine schicke, digitale Parkscheibe!“, denkst du nun? Schön, bringt aber nichts! In Österreich sind ausschließlich analoge Parkscheiben-Modelle mit klarer Viertelstunden-Markierung und gut lesbarem Zeiger erlaubt.

Alles andere – egal wie modern – ist tabu. Die Alpenrepublik setzt auf altbewährte Mechanik und altbewährte Strafen. Kein Mitleid, keine Ausnahmen.

4M – Das Männermagazin meint dazu …?

Ja, du könntest dich nun zu Recht aufregen und schimpfen. Aber was bringt’s? Nichts! Akzeptiere, dass in Österreich die (Park-)Uhren anders ticken und merke dir das. Somit an alle Urlauber: Legt euch eine regelkonforme Parkscheibe fürs Alpenland zu. Die gibt’s an jeder Tanke für ein paar Euro.


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Bilder: Google Gemini

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