Immer mehr deutsche Bundesländer führen Sonnenbrillen-Regeln in Freibädern ein. Diese erscheinen zuerst kurios, dann total nachvollziehbar.
Die unsichtbare Gefahr lauert auch im Freibad
Du liegst faul in der Sonne. Bier in der Hand. Den Mund seltsam geöffnet, weil du döst. Plötzlich filmt dich jemand heimlich in dieser Pose. Nicht mit dem Handy – nein, mit seiner Brille.
Genau das ist jetzt Realität. Sogenannte „Smart Glasses“ sehen mittlerweile aus wie ganz normale Sonnenbrillen, können aber Fotos schießen, Videos drehen oder sogar live streamen. Das Schlimmste: Du siehst es nicht mal. Kein Blitzen, kein Piepen, kein sichtbares Zeichen. Nichts. Einfach so.
Daher reagieren jetzt die ersten Freibäder auf die Smart-Glasses-Gefahr.
Warum Smart Glasses alle nervös machen
Es ist nicht so, dass wir hier von Science-Fiction reden. Diese Dinger gibt es schon. Und sie werden immer besser. Immer kleiner. Immer unauffälliger. Du denkst, der Typ neben dir auf der Liegewiese schaut nur in die Ferne und genießt die Sonne? Falsch gedacht. Vielleicht postet er gerade dein Sixpack – oder den Mangel daran – in seiner WhatsApp-Gruppe.
Das Problem: Bei einem Smartphone siehst du meistens, wenn jemand fotografiert. Aber bei Smart Glasses? Fehlanzeige. Selbst wenn da eine winzige LED leuchtet, wer sieht die schon bei praller Sonne oder in einer Menschenmenge? Selbst die kann man mit ein paar Tricks im Internet ausschalten. Bei Sprachaufnahmen gibt es oft gar keinen Hinweis. Du redest einfach drauflos, und zack – deine tiefsten Badezimmer-Gedanken sind im Netz.
Die ersten Bundesländer ziehen die Notbremse
In Potsdam hat man die Schnauze voll. Dort sollen Smart Glasses jetzt ausdrücklich in die Haus- und Badeordnung aufgenommen werden. Kein „Ach, ist doch nur eine Brille“-Gedöns mehr. Wenn die Dinger Fotos oder Videos machen können, dann sind sie tabu. Punkt.
Auch in Baden-Württemberg checkt man das Problem. Die Arbeitsgemeinschaft öffentlicher Bäder will die Regeln anpassen. Weitere Bundesländer denken gerade darüber nach.
Was ist mit Berlin? Die Berliner bleiben erstmal cool. „Bei uns ist eh schon verboten, andere Leute zu filmen“, sagen die Bäderbetriebe. Eine einheitliche Linie gibt’s im Föderalismus wohl nicht…
Welche smarten Sonnenbrillen betroffen sind
Jetzt wird’s konkret. Denn nicht jede Brille mit Technik drin ist gleich ein Problem. Aber einige Modelle machen’s den Freibad-Betreibern besonders schwer. Hier die hauptsächlichen Übeltäter:
Meta Ray-Ban
Die Dinger sehen aus wie normale Ray-Bans – aber sie können Fotos schießen, Videos drehen und sogar Musik abspielen. Und ja, sie haben eine Kamera. Und nein, du siehst nicht, ob sie gerade läuft. Meta, früher bekannt als Facebook, hat die Brillen entwickelt, und die sind schon jetzt in einigen Freibädern persona non grata.
Google Glass
Okay, die sind schon etwas älter, aber immer noch im Umlauf. Und sie können auch filmen. Damals war das noch ein großer Hype, heute ist es eher ein „Oh Scheiße, die gibt’s noch?“-Moment.
Vuzix
Die sind eher für Tech-Nerds, aber auch die haben Kameras integriert. Die sehen sogar aus wie ganz normale Brillen. Perfekt, um unauffällig zu filmen.
4M – Das Männermagazin meint dazu …?
Also, Jungs, wir leben in einer Welt, in der Technologie immer weiter voranschreitet. Und ja, Smart Glasses sind schon eine tolle Sache. Aber wie bei allem: Es kommt drauf an, was man damit macht.
Wenn du damit deine Urlaubsvideos drehst, okay. Aber wenn du damit heimlich und ungefragt andere Leute filmst, dann handelst du illegal. Egal, ob im Freibad oder auf der Straße.
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Bilder: Magnific AI









