Spionage / Big Brother is watching you (Bild: Magnific)

Big Brother is watching you: Weißt du, was Google über dich weiß?

Google kennt dich, deine Vorlieben und deine Geheimnisse – wenn du nicht vorsichtig bist. So unterbindest du die Datensammelwut der Datenkrake.

Google weiß, was du heute, gestern und vor ein paar Jahren getrieben hast

Ein alter Spruch lautet: “What happens in Las Vegas stays in Las Vegas”. Er gilt besonders für Junggesellenabschiede und andere wilder Touren.

Diese Weisheit gilt aber nicht fürs Internet. Hier können dir verschiedene Personen und Unternehmen auf die Finger schauen und beobachten, was du im Netz so treibst. Ein Big Player, der sehr an deinen Internet-Aktivitäten interessiert ist, ist logischerweise Google. Das US-Unternehmen versucht, an möglichst vielen Kontaktpunkten Daten über dich und dein Verhalten zu erheben. Zum Beispiel bei Youtube, auf Google Maps und Google Fotos, in GMail und Google Gemini, mit dem Android-Betriebssystem und natürlich mit seiner Google-Suche.

So kommen jeden Tag jede Menge Daten über dich zusammen. Willst du das? Willst du zum gläsernen Bürger werden, der vor Google seine Hosen herunter lässt? Ist es dir wirklich egal, dass Google weiß, nach welchen – vielleicht nicht ganz jugendfreien Dingen – du im WWW suchst? Oder teilst du mit dem US-Konzern gerne, wo deine Geliebte wohnt und welche prickelnden Dinge ihr euch so schreibt?

Nein, sicherlich nicht!

Deswegen solltest du mal checken, was Google über dich weiß und wo das Unternehmen überall “mithört”. Und du solltest schnellstmöglich so weit wie möglich die Schnüffelei unterbinden oder zumindest einschränken.

Das alles weiß Google über dich

Google selbst bietet verschiedene Seiten an, auf deinen du unzählige Privatsphäre- und Datenschutz-Einstellungen vornehmen kannst. Besitzt du ein Android-Smartphone und/oder einen GMail-Account, dann hast du ganz gewiss auch einen Google-Account. Dann solltest du für deinen Privatsphäre-Check folgendermaßen vorgehen:

➡ Logge dich mit deinen Zugangsdaten unter https://myaccount.google.com ein. Hier siehst du auf der linken Seite eine Reihe von Menüpunkten, beispielsweise “Persönliche Daten”, “Daten & Datenschutz”, “Sicherheit und Anmeldung”.

➡ Gehe diese Punkte schrittweise durch und lese dir alle Informationen genau durch. Mit Schiebereglern und Checkboxen kannst du zahlreiche Schnüffel-Aktivitäten unterbinden.

➡ Eine weitere wichtige Seite ist https://myaccount.google.com/dashboard . Hier wird aufgelistet, bei welchen Google-Diensten du angemeldet bist und welche Informationen du hier preisgibst. Das sind ganz schön viele, oder?!? Noch mehr gibt es unter https://myactivity.google.com/myactivity!

Das Google Dashboard und andere Google-Dienste führen dir vor Augen, an wie vielen Stellen der „große Bruder“ deine Daten sammelt und auswertet. Er kennt deine Rituale und auch deine privaten Geheimnisse. Irgendwie erschreckend, oder?

Führe einen Sicherheits- und Privatsphäre-Check durch

Nachdem du alle Punkte durchgegangen bist, war es das noch nicht. Leider! Wahrscheinlich hast du ein paar Einstellungen vergessen oder nicht richtig optimiert, um deine Privatsphäre besser zu schützen.

✅ Deswegen solltest du zusätzlich den Google-eigenen Privatsphäre-Check unter https://myaccount.google.com/privacycheckup durchführen.

✅ Und mit https://myaccount.google.com/security-checkup machst du eine Sicherheitsüberprüfung. Damit klärst du unter anderem, wie viele Geräte und Drittanbieter-Apps auf deinen Google-Account zugreifen oder wo du dich zuletzt eingeloggt hast.

✅ Ein weiterer Check sollte https://www.google.com/maps/timeline sein. Diese Funktion zeigt deinen Standortverlauf auf Google Maps in zeitlicher Reihenfolge an. Hast du den Standortverlauf ausgeschaltet, siehst du keinen Eintrag.

4M – Das Männermagazin meint dazu …?

Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Informationen Google über einen sammelt! Zum Glück kannst du mit ein paar einfachen Anpassungen die Datensammelwut der US-amerikanischen Datenkrake einschränken – aber leider nicht komplett unterbinden.

Verständlich, denn Google lebt von Daten. Daten, die du abgibst und im Gegenzug viele tolle, kostenlose Tools erhältst. So ist der Deal. Sei deswegen vorsichtig, was du Google und seinen zahlreichen Diensten anvertraust!


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Bilder: Magnific, Google

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